Hartmannswillerkopf

Das Foto zeigt den Eingang zum Nationaldenkmal HWK. Das ebene Dach ist begehbar, eine quadratische Plattform von ca. 20 x 20 Meter. In der Mitte der Plattform ist ein Altar aufgebaut.

Hartmannswillerkopf

Das Bild zeigt den Eingang zum frabzösichen Nationaldenkmal für die Gefallenen des ersten Weltkriegs.
Eingang zum Nationaldenkmal Hartmannswillerkopf

 

Es ist viel Zeit vergangen und ich habe einiges nachzureichen, hier im Blog.

Ich bin letzten Samstag, den 10.11.2018 von Düsseldorf aufgebrochen. Viel zu spät, aber es sind einige Dinge dazwischen gekommen und daher hat sich alles um Wochen verschoben.

Eigentlich wollten Lotte und ich schon vor 2 Monaten gen Süden aufbrechen, um dort zu überwintern. Nun haben wir beide auch ziemlich Glück gehabt mit dem Wetter bisher, die Nächte werden aber schon unangenehm kalt.

Also Samstag ging es los, aber nicht sehr weit. Ich fand ein kleines Gewerbegebiet in der Pfalz, wo man am Wochenende ruhig mit dem Camper stehen kann. Am nächsten Morgen ging es weiter Richtung Luxemburg. Die Spritpreise sind dort erheblich günstiger, als im preisgebeutelten Deutschland. Was sich die Mineralölkonzerne nicht alles einfallen lassen: Um ca. 50 Cent höhere Preise, weil der Rhein nicht genug Wasser führt – was für eine Lachpille.

Also, in Luxemburg getankt und dann weiter Richtung Nordfrankreich. Als es dunkel wurde fanden wir einen guten Platz für die Nacht in einem verschlafenen kleinen Ort in den östlichen Vogesen.

Gestern erreichten wir dann nach kurzer Fahrt Hartmannswiller.

Wieso eigentlich Hartmannswiller? Weil:

Geschichte interessiert mich, besonders der erste und zweite Weltkrieg. Als ich vor fast genau einem Jahr, es war der 10.11.2017, Nachrichten schaute, kam ein Beitrag über Hartmannswillerkopf in den Nachrichten. Bundespräsident Steinmeier und der französische Präsident Macron weihten das erste deutsch-französiche Museum zum ersten Weltkrieg ein. Direkt neben der nationalen französichen Gedenkstätte Hartmannswillerkopf, von den deutschen Soldaten im ersten Weltkrieg kurz HWK genannt.

Wieso heißt der Berg Hartmannswillerkopf?

 

Das bild zeigt die elsässische Tiefebene. Bei gutem Wetter, wie hier reicht der Blick bis Mühlhausen und dahinter ist sogar noch Basel deutlich zu erkennen.
Blick vom HWK

Der HWK ist eigentlich ein Felsvorsprung, von welchem man die gesamte elsässische Tiefebene überblicken kann. Ich hatte an dem Tag sehr viel Glück mit dem Wetter. Der Blick vom HWK reicht im Vordergrund Mühlhausen bis im Hintergrund schwach zu erkennen Basel.

Der HWK heißt so, weil er in 957 Meter Höhe über dem Ort Hartmannswiller liegt.

Zu Beginn des ersten Weltkrieges war der Hermannswillerkopf in deutscher Hand, das Elsass war damals deutsch, Für die Franzosen war es ein Prestigeobjekt, den HWK in ihre Hände zu bekommen, außerdem war er ein strategisch wichtiger Berg, wegen der extrem weiten Sicht.

 

 

Die etwa 1,5 m breite Schautafel erklärt grob die Bedeuttung des HWK im ersten Weltkrieg.
Schautafel Hartmannswillerkopf

 

Wie die Schautafel am Eingang erklärt, nannten die Soldaten den Berg auch „Menschenfresser“ oder „Berg des Todes“.

30.000 Soldaten fielen am HWK während des ersten Weltkrieges, überwiegend in den Jahren 1914 bis 1916.

 

 

Das Foto zeigt den Eingang zum Nationaldenkmal HWK. Das ebene Dach ist begehbar, eine quadratische Plattform von ca. 20 x 20 Meter. In der Mitte der Plattform ist ein Altar aufgebaut.
Eingang zum Nationaldenkmal

 

 

 

Das Bild rechts zeigt den Eingang zum Nationaldenkmal. Das Dach ist eine begehbare Plattform, auf welcher in der Mitte ein Altar aufgebaut ist. Unmittelbar dahinter liegt der französische Soldatenfriedhof auf abschüssigem Gelände. Im Hintergrund sieht man schwach ein großes weißes Kreuz auf dem Berghügel stehen. Dort war der Frontverlauf, z.T. waren die Schützengräben der deutschen und französischen Soldaten nur wenige Meter auseinander.

 

 

Die beiden Bilder oben zeigen den Soldatenfriedhof unterhalb des Nationaldenkmals. Der Friedhof ist abschüssig und endet unten am Waldrand, wo es zur Frontlinie und zum eigentlichen Hartmannswillerkopf geht. Alle Kreuze sind beschriftet, einige davon auch geschmückt, was annehmen lässt, da tatsächlich noch Angehörige zu einigen Gräbern kommen.

 

Ein Schützengraben auf dem HWK. Er geht durch einen Tunnel der beschriftet ist mit "St. Gotthardt Tunnel".
Schützengraben auf dem HWK

Wie eine andere Schautafel erklärt, waren die französischen Stellungen aus Holz gebaut und sind überwiegend den hundert vergangenen Jahren zum Opfer gefallen. Die deutschen Stellungen und Schützengräben waren überwiegend aus Beton und Stahl, weshalb vieles noch gut erhalten ist. Die deutschen Soldaten gaben den Gräben und Tunneln oft Namen, wie dem „St. Gotthardt Tunnel“ auf dem Bild rechts.

 

Trotz der Traurigkeit des Ortes hat es sich für mich gelohnt, hierher zu kommen.

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