Die schwarze Madonna von Montserrat

Man sieht das eindrucksvolle Benediktinerkloster Montserrat von einem gegenüberliegenden Felsvorsprung

Ich habe mich vorgestern entschieden, nach Montserrat zu fahren. Ich habe einiges über den Berg und die dortige schwarze Madonna gelesen, aber was mich erwartet hat war überwältigend.

Übrigens muss ich mal erwähnen, dass alle Fotos vergrößert angesehen werden können. Ihr müsst nur darauf klicken. Ach ja, und schreibt mir etwas ins Gästebuch.

Beim Fahren vom Auto aus fotografiert: Blick auf den Montserrat
Erster Blick

Ich habe schon mal erwähnt, dass ich nicht unbedingt das bin, was man einen gläubigen Menschen nennt. Aber was die Kirche dort erschaffen hat, muss man einmal im Leben gesehen haben. Der Montserrat ist 1200 Meter hoch und das Benediktinerkloster Santa Maria de Montserrat liegt auf 720 Meter Höhe. „Montserrat“ ist übrigens das katalanische Wort für „gesägter Berg“.

 

 

 

Der Bahnhof an welchem die Zahnradbahn den Berg zum Kloster Montserrat erklimmt.
Bahnhof am Fuß des Montserrat

 

Es gibt mehrere Möglichkeiten mehrere Möglichkeiten zum Kloster zu gelangen: Die erste ist bis oben mit dem Auto fahren. Die zweite Möglichkeit: Es gibt eine Seilbahn nach oben. Ich habe mich für die dritte entschieden: Die Zahnradbahn.

 

 

 

 

Mein Womo steht auf dem großen Parkplatz der Zahnradbahn Montserrat.
Womo auf Parkplatz Montserrat

Am Bahnhof ist ein großer Parkplatz, der gebührenfrei genutzt werden kann.

Das will ich auch mal erwähnen: Die Spanier haben immer noch vernünftige Preise. Ich habe für das Ticket hoch und zurück € 12,- bezahlt. Ein Kaffee oben kostete € 1,80. Man muss also nicht so tief in die Tasche greifen, wie in Deutschland oder Österreich, wo eine Fahrt auf die Zugspitze € 58,- / Nase kostet.

 

 

 

Vom Bahnhof aus fotografierte Zahnradbahn, die gerade den Berg herunterkommt.
Zahnradbahn fährt abwärts

 

Im Waggon der Zahnradbahn auf der Fahrt nach oben
Los geht die Fahrt

 

 

Maan blickt vom Kloster über die Gleise der Zahnradbahn am Steilhang in das Tal.
Blick über Gleise in das Tal

 

 

 

 

 

 

Die vordere Ansicht der Basilika Montserrat
Basilika Front Montserrat

 

Oben angekommen steht man staunend vor der mächtigen Basilika und wundert sich immer wieder, wie die Menschen damals solche Leistungen vollbringen konnten. Man muss bedenken, dass wir gerade einen Steilhang von 720 Metern hochgefahren sind. Das Kloster wurde zwischen den Jahren 1025 und 1035 vom Abt Oliba de Besalú gegründet. Er gilt bei vielen als geistiger Vater Kataloniens.

 

Man sieht die Rückseite der Basilika Montserrat
Basilika Rückseite Montserrat

 

Man sieht das eindrucksvolle Benediktinerkloster Montserrat von einem gegenüberliegenden Felsvorsprung
Abtei Montserrat von gegenüber

 

 

 

 

 

 

Von Montserrat sieht man die schneebedeckten Gipfel der Pyrenäen im Norden.
Blick nach Norden

Auf der rechten Seite der Anlage hat man den Blick Richtung Nord, man sieht den Schnee auf den Gipfeln der Pyrenäen. Nach Süden kann man Barcelona (ca. 40 KM entfernt) erkennen. Und man sieht mein Womo unten im Tal an der Station der Zahnradbahn.

Man blickt von Montserrat Richtung Süden auf Barcelona.
Blick nach Barcelona

 

 

Man erkennt im Tal mein Wohnmobil auf dem Parkplatz der Zahnradbahnstation.
Blick auf Bahnhof im Tal

 

 

 

 

 

 

Die Kapelle über der heiligen Grotte am Felshang etwas abwärts vom Kloster gelegen.
heilige Grotte

Nach der Legende wurde um das Jahr 880 in einer Höhle am Berg die „schwarze Madonna“ von einem Schäferjungen gefunden. Die Höhle wird die „heilige Grotte“ genannt und über ihr wurde diese Kapelle gebaut.

 

 

 

 

Die Dackeldame Lotte ist every bodys darling und findet immer jemanden, der mit ihr spielt. In dem Fall ein koreanisches Pärchen.
Lotte und die „Doofen“

Und dann wieder Lotte: Sie ist immer dabei und sucht und findet auch immer einen „Doofen“, der mit ihr spielen „muss“. Dafür mussten die beiden Koreaner dann auch ein Bild von uns machen.

Die Chefin "Lotte" auf dem Arm ihres Sklaven.
Chefin und Hub

 

 

 

 

 

 

 

Man sieht die Basilika innen. Vorn über dem Altar (schlecht zu erkennen) sieht man ein helles Licht. Dort steht die "schwarze Madonna".
Die Basilika innen

Und jetzt zur Basilika: Was ist eigentlich eine Basilika? Was ist der Unterschied zu einer Kathedrale oder zu einem Dom?

Basilika ist ein kirchenrechtlicher Ehrentitel, welcher direkt vom Papst verliehen wird. Der Titel soll besonders ehrwürdige und bedeutungsvolle Kirchen auszeichnen. Weltweit wurden über 1.500 Gotteshäuser mit dem Titel „Basilika minor“ durch Päpste geehrt. Das Wort Basilika kommt aus dem Griechischen und bedeutet „königliches Haus“.

 

Nochmal ein Bild von der Basilika innen.
Basilika innen2

 

Eine Kathedrale ist eine Bischofskirche, also die Zentralkirche eines Bistums. Die Kennzeichnung einer Kathedrale sagt nichts über deren Baustil, Größe oder Entstehungszeit aus.

Ein Dom wiederum ist eine Kirche, die sich durch ihre Größe, architektonische oder künstlerische Besonderheit auszeichnet, Ein Dom kann auch eine Kathedrale sein.

 

 

Auf dem oberen Bild der Innenansicht sieht man in der Vergrößerung unten links ein kleines „Fotografieren verboten“ Schild. Draußen am Eingang war eine Hundeverbotsschild. Lotte und ich haben kräftig beides umgangen. Also Lotte in die Umhängetasche und mit Spiegelreflexkamera hineinmarschiert. Im Inneren habe ich mich dann gewundert, dass jeder mit seinem Handy Bilder geschossen hat. War nur komisch, dass nicht viele noch ihren Köter mitgebracht haben.

Das Bild zeigt die schwarze Madonna von Montserrat
schwarze Madonna von Montserrat

Aber jetzt zum Wichtigsten: Die schwarze Madonna von Montserratweshalb hier ja der ganze Zauber betrieben wird. Sie ist nicht die Statue aus der Legende. Sie ist eine römische Statuette aus dem 12. Jahrhundert. Sie wird von den Katalanen liebevoll „die kleine Braune“, La Moreneta genannt. Seit 1881 ist sie die Schutzheilige und Schutzpatronin Kataloniens. Das macht Montserrat bei den gläubigen Katalonen zu einem außerordentlich wichtigen kulturellen Ort.

 

 

 

Nach dem Segen durch die Madonna habe ich entschieden, nicht auf dem Parkplatz unten zu übernachten, sondern habe mit der App „Stellplatzradar“ einen ruhigen Ort auf einem Weingut eine Fahrstunde entfernt gefunden. Da sind wir dann zwei Tage geblieben. Aber das kommt morgen im Reiseblog.

 

 

Have any Question or Comment?

2 comments on “Die schwarze Madonna von Montserrat

Peti

Unglaublich, wie das Kloster und die Basilika an diesem Berg klebt.
Wie weit ist es von Montserrat bis nach Barcelona? Der Ausblick bzw. die Aussicht ist wahnsinnig toll.

Reply
admin

Barcelona liegt ca. 40 km südlich

Reply

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.