El Rocio

Zwei Gebäude wie aus einem Western der in Mexico spielt
ein imposantes Haus einer Bruderschaft
Hermandad 1

Pünktlich zu Pfingsten will ich etwas über die merkwürdige spanische Stadt „El Rocio“ schreiben.

Am zweiten Februarwochenende bekam ich Besuch von einer Freundin aus Düsseldorf. Sie mietete für  vier Tage ein Appartement in Mijas, in der Nähe von Torremolinos. Ich war noch mit dem „bösen Otto“ in der Nähe von Gibraltar in Castellar. Dort musste ich leider ein paar Reparaturen am Womo machen. Aber ok, irgendwann musste etwas kaputt gehen, wo ich mich bis hier auf das Womo so treu verlassen konnte…

 

Straße mit Sand an den Häusern der Bruderschaften
Hermandad 2

Über Castellar werde ich noch schreiben, da zum Ort Castellar eine 7 KM entfernte Burg gehört, die man gesehen haben sollte.

Ottos und mein Weg trennten sich in Castellar. Otto fuhr weiter Richtung Sevilla und Portugal und ich wieder Richtung Nordosten an der Küste entlang nach Mijas,

 

 

 

das Pilgerhaus der Bruderschaft "Sevilla"
Hermanidad Sevilla

Die vier Tage in dem Appartement habe ich richtig genossen. Morgens eine halbe Stunde warm duschen und vier Nächte

in einem „Kingsizebed“ ganz allein. Ich will mich jetzt nicht beschweren, im meinem Womo ist es auch erträglich, aber irgendwann ist es Zeit, wieder eine Wohnung zu haben. Man wird sehen…

 

 

 

unsere beiden Womos stehen vor den leeren Pilgerhäusern
Womos vor Pilgerhäusern

Nach den vier Tagen im Appartement bin ich nochmal an Malaga vorbei Richtung Maro gefahren. Aber nach zwei Tagen fand ich es dort tot langweilig und  nahm Kontakt zum „bösen Otto“ auf. Er hatte bereits Sevilla hinter sich gelassen und war in „El Rocio“ angekommen, im äußersten Südwesten Spaniens. Ich entschied mich, ihm zu folgen und holte ihn nach zwei Tagen ein.

 

 

 

Ich kannte „El Rocio“ nur vom Vorbeifahren, besucht habe ich die Stadt bei meiner ersten Spanienreise nicht.

kleiner Park an der Lagune
kleiner Park an der Lagune

„El Rocio“ ist so merkwürdig, weil der Ort beim ersten Eindruck aussieht, wie eine „Westernstadt“. Die Gebäude könnten auch in Mexiko stehen und geteerte Straßen gibt es nicht. Alle Wege und Straßen sind aus Sand. Man bekommt ein ganz merkwürdiges Gefühl, als ob man in eine Phantasiewelt wandelt.

 

 

 

 

ein weißer Reiher in der Lagune
Reiher in der Lagune

Der Ort hat geschätzte 700 – 800 Einwohner. Bis auf das Pfingstwochenende: Dann sind hier circa 1 Millionen Menschen.

 

 

 

 

 

Lagune am Stadtrand
Lagune am Stadtrand

Der südliche Stadtrand grenzt an eine Lagune, auf der Reiher, Flamingos und andere Vögel nach Nahrung suchen.

 

 

 

 

 

Pferde auf der Lagune
Pferde auf der Lagune

Aber wirklich spektakulär sind die grasenden Pferde in der Lagune. Es sieht beinahe so aus, als gingen sie über Wasser.

 

 

 

 

 

die heilige Jungfrau von El Rocio in der Ermita del Rocio
Blanco Paloma

El Rocio ist ein Pilgerort, in welchem an Pfingsten die „heilige Jungfrau von El Rocio“ verehrt wird. Sie wird auch „Blanca Paloma“ (weiße Taube) genannt.

 

 

 

 

 

Womos vor Hermandad
Womos vor Hermandad

Die leer stehenden großen Gebäude sind die Unterkünfte der Pilger und gehören alle unterschiedlichen Bruderschaften. Die meisten Bruderschaften (spanisch: „Hermandad“)  pilgern aus dem Umfeld zu Fuß, auf dem Pferd oder mit dem Auto an Pfingsten hierher. Es gibt aber auch Bruderschaften, welche von weiter her außerhalb Spaniens hierher pilgern, mit unter aus Lateinamerika.

 

 

 

die weiß getünchte Ermita del Rocio in welcher die heilige Jungfrau steht
Ermita del Rocio

Am Samstagabend vor Pfingsten treffen die Pilger in El Rocio ein und begrüßen die „weiße Taube“ in der Wallfahrtskirche von El Rocio. Danach pilgern sie weiter zu ihren Unterkünften im Ort.

 

 

 

 

Lotte im Sand von El Rocio
Lotte darf nicht fehlen

Am Sonntag Abend treffen sich die Pilger vor und in der Ermita zum Gebet. Nach Mitternacht, gegen 2 bis 3 Uhr überspringen die Angehörigen der „Bruderschaft von Almonte“ diee Absperrung zur Madonna und tragen diese nach draußen. Sie wird an jeder Bruderschaft vorbei getragen, welche Dankgebete sprechen.

 

 

 

 

ein Restaurant in El Rocio im gleichen Stil, wie die anderen Häuser
ein Restaurant in El Rocio

Am Dienstag ist der „Spuk“ zu Ende und die Pilger reisen wieder ab. Das Städtchen findet seine Ruhe wieder.

Otto und ich haben hier ein paar schöne Tage gehabt. Das Wetter war phantastisch Mitte Februar.

Ich will natürlich nicht vergessen, dass ich die meisten Informationen bei Wikipedia nachgelesen habe.

 

 

Have any Question or Comment?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.