Auswahl Ausstattung

Ausstattung

Das Bild zeigt von hinten fotografiert den Esstisch mit quer eingebauter Couch. Links am Rand der Fernseher und im Hintergrund das Fahrerhaus.
Womo -Wohnbereich (CC-BY-SA)

Ich will hier etwas über die Wahl der Ausstattung des Wohnmobils, besser gesagt der Innenausstattung schreiben.

Einen Ratgeber zur Wahl welches Wohnmobils am besten zu Euch passt, findet Ihr in Auswahl Wohnmobil.

Diese Info-Seite ist nicht für erfahrene Wohnmobilisten gedacht, sondern soll viel mehr als Wohnmobil Ratgeber dienen, bei unentschlossenen und unerfahrenen Interessierten. Es gibt einiges, auf das man beim Kauf achten muss. Vielleicht merkt man nach einiger Zeit, dass das ein oder andere des Innenausbaus des Reisemobils nicht alltags tauglich ist oder einfach schlecht durchdacht ist.

Auch die Qualität des Wohnmobil Ausbaus ist wichtig. Die Verwendung schlechter oder billiger Materialien bei der Ausstattung merkt Ihr sehr schnell bei einem Härtetest, zum Beispiel an der Mittelmeerküste: Da wirken Salz und Sonne zusammen wesentlich stärker auf das Material ein, als in hiesigen Breitengraden, wenn nicht gerade ein Baum drauf fällt.

Vor Kauf mieten

Daher der erste wichtige Rat: Bevor Ihr kauft, leiht Euch ein Womo übers Wochenende und testet es auf einem Campingplatz oder besser direkt wild campen. Wenn Ihr keinen Zugriff auf Strom und Wasser habt, zeigt das Reisemobil direkt, was es kann: Habt ihr genug Strom aus den Aufbaubatterien oder ist der Frischwassertank groß genug?

Ich würde auch mehrere Varianten ausprobieren, zum Beispiel: mit Alkoven ja oder nein, längs eingebautes Bett oder quer usw.. So kommt Ihr dem idealen Innenausbau näher und bereut vielleicht später den Kauf nicht. Noch einen Satz dazu: Ihr werdet den optimalen Innenausbau bei Eurem Wohnmobil nicht finden. Ihr müsst meistens bei irgend einem Parameter einen Kompromiss machen, z.B:

Habe ich vorn ein zweites bequemes Bett oder lieber eine schöne „Lungercouch“? Dafür fällt dann aber der Wassertank kleiner aus.

 

 

Innenausstattung

Wie bin ich an die Frage herangegangen, welches Wohnmobil ist am besten für mich. Ich besaß vorher ein
Nießmann & Bischoff Flair Liner (Baujahr `86) für einige Jahre. Das war damals der „Porsche“ unter den Wohnmobilen bezüglich der Innenausstattung. Aber das Auto kam in die Jahre und die Reparaturen sprengten den Rahmen. Dennoch habe ich viel Erfahrung damit gesammelt.

Für wen ist das Wohnmobil gedacht? Eine Familie mit zwei Kindern, einen Alleinreisenden mit Hund oder ein älteres Paar, die im Wohnmobil Europas Städte bereisen wollen?

Ich fange mal bei dem Alleinreisenden mit Hund an, das sind nämlich Lotte und ich: Auf dem Foto ganz oben seht Ihr die Innenausstattung des Wohnraums. Ich wollte zwingend eine Couch, auf der man abends bequem TV glotzen kann. Jetzt wundert Ihr Euch vielleicht, wieso dort ein richtiger 32’Zoller LCD steht. Das könnt Ihr unter Sat/TV nachlesen. Der Innenausbau sollte mit drehbaren Vordersitzen sein, damit beim „Wohnen“ die beiden vorderen Sitze nicht verschenkt wird.

Ich habe tatsächlich hier den ersten Kompromiss gemacht: Der Wassertank ist unter der quer eingebauten Sitzbank und fasst leider nur um die 65 Liter. Das ist zu wenig. Ihr solltet auf ein absolutes Minimum von 100 Litern achten. Sonst müsst Ihr alle 2 Tage Frischwasser tanken.

 

Quer- oder Längsbett

Auf dem zweiten Bild seht Ihr mit Blick nach hinten das quer eingebaute Bett. Eine Innenausstattung mit Längsbetten, zusammen oder getrennt, hat den großen Vorteil, dass der eine nicht über den anderen steigen muss, wenn er „pipi“ muss in der Nacht. Der große Nachteil ist, dass das viel Platz der Grundfläche verbraucht. Dieser Platz muss woanders eingespart werden.

Ich reise allein, weswegen meine Wahl ein Querbett war – 140 cm  x 210 cm. Trotzdem genug Platz für zwei.

Eine neuere Variante der Wohnmobilhersteller ist das elektrische Hubbett. Das Bett befindet sich in der Mitte des Wohnraumes und wird zum Schlafengehen meist elektisch heruntergefahren. Nachdem wir tüchtig ausgeschlafen haben, wird das Bett samt Bettwäsche wieder hochgefahren und verschwindet unter der Decke. Ein kleiner Nachteil bei dieser Ausstattung, genau wie beim Alkoven-bett: Wer nachts zur Toilette muss, muss meistens eine Leiter hinunter klettern.

 

Heckgarage

Die rechte Seitenklappe der Heckgarage ist geöffnet.
Wohnmobil – geöffnete Heckgarage (CC-BY-SA)

Der Innenausbau des Wohnmobils sollte eine große Heckgarage berücksichtigen. Ihr werdet allerhand Stauraum brauchen. In der Heckgarage stehen Stühle, Tisch, Wasserschläuche, Werkzeugkiste und …., es sammelt sich eine Menge an. Diese Garage sollte mindestens so hoch sein, dass Ihr ein Fahrrad hineinbekommt. Sonst wird es unbequem und Ihr müsst Euch extrem verrenken, um vielleicht mal an die Werkzeugkiste zu kommen.

Und da gab es meinen zweiten Kompromiss: Mein Bett ist, wie üblich, über der Heckgarage gebaut. Das Bett ist tief und gut erreichbar. Aber der ganze Raum darüber ist verschenkt. Wer braucht einen Meter Platz über dem Bett in einem Wohnmobil? Und der Platz darunter existiert nicht, also eine sehr tiefe Heckgarage, die vielleicht noch ein „Bobbycar“ aufnimmt. Achtet auf eine große und von 2 Seiten gut zugängliche Heckgarage. Die Heckgarage auf dem Foto ist definitiv nicht hoch genug. Sie müsste mindestens doppelt so hoch sein.

 

Küche

Ausstattung der Küche des Wohnmobiles: Rechts die Spüle, in der Mitte ein abgedecktes 4-fach Gaskochfeld, links sieht man ansatzweise den Kühlschrank
Womo – Küchenzeile (CC-BY-SA)

Zur Küchenausstattung  gibt es nicht so viel zu berichten. Auf dem Bild seht Ihr meine Küche.

Sie ist ausgestattet mit 4 Gaskochfeldern. Das ist überflüssig. Man kocht in der Regel mit maximal 3 Feldern, 2 Kochfelder sind normalerweise ausreichend.

Ich will in diesem Wohnmobil Rategeber lediglich meine eigenen Erfahrungen weiter geben. Aber man kocht im Allgemeinen anders im Wohnmobil, da man nicht so viel Platz, wie in einer herkömmlichen Küche hat.

Links sieht man den Kühlschrank mit separatem Eisfach. Darüber ist ein kleiner Ofen, in den gerade so eine Pizza passt. Beide Geräte werden mit Gas betrieben.