Lotte’s Seite

 Die Dackelhündin Lotte

Die Idee

Lotte, meine treue Begleiterin, muss hier im Reiseblog natürlich ihre eigene Seite haben. Ich werde hier nach und nach Fotos und Videos von ihr posten.

Lotte im Zwinger mit ihren Geschwistern noch beim Züchter
Lotte mit Geschwistern

Alles fing an im Juni 2015: Ich wohnte damals noch auf Mallorca und vermisste meinen Hund aus meinem alten Leben. Irgendwann saß ich in meiner Wohnung in Campos und fing an, im Internet die hiesigen Tierheime abzuklappern.

 

 

 

 

 

Babydackel, Lotte mit 8 Wochen
Babydackel

Vielleicht würde ich dort fündig werden nach einem neuen vierbeinigen Begleiter.

Und das wurde ich nach einiger Recherche: Ich fand über einen Tierschutzverein eine im Internet eingestellte Hündin. Sie gefiel mir auf Anhieb. Sie war klein, hatte schwarzes Fell und schaute ganz frech auf den Fotos – Anni. Wenn ich die bekommen könnte, das wäre toll gewesen. Aber ihr erahnt schon die Antwort…

 

 

 

 


 

Dreister Dackelblick
Dreister Dackelblick

Irgendwann rief ich bei diesem Paar an, bei dem Anni zur Pflege war. Laut Tierschutzorganisation sollte es sich um ein älteres Ehepaar aus Deutschland handeln, die für diese Organisation Hunde zur Pflege aufnahmen. Zur Zeit hätten sie circa 20 Tiere auf ihrer Finca auf Mallorca. Ich war gespannt:

Eine Dame nahm meinen Anruf entgegen. Ich erklärte kurz mein Anliegen, dass ich Anni im Internet gefunden hatte und sie zu mir nehmen wollte.

 

 

 

 

 

„Aaaaaaber sooooo einfach ist das nicht!“ entgegnete die alte Schachtel. Sie müsse mehr über mich erfahren. Die Hunde würden nur in gute Hände abgegeben. Gute Absichten, dachte ich mir und blieb erst mal ruhig am Telefon. Ich wollte fragen, was sie denn über mich wissen wolle. Soweit kam ich aber nicht.

 

Mein erster Ausflug
Mein erster Ausflug

In der Mitte des Satzes unterbrach sie mich und fing an, mir ihre Krankengeschichte zu erzählen – eine komplette Anamnese. Danach noch etwas Krankengeschichte ihres Mannes und einige geplante Arzttermine. Ich war jetzt richtig auf dem Laufenden dieser beiden Deppen. Nach einiger Zeit unterbrach ich sie mit schon leicht erhöhten Blutdruck und fragte nach einem Termin, um den Hund einmal live zu sehen. Da antwortete sie, es gäbe noch andere Interessenten und einen Termin könne sie mir erst in der folgenden Woche geben, wegen ihrer Arzttermine. Am Ende des Gespräches fragte ich sie, was sie denn jetzt über mich wissen würde…

 

 

Lotte in der Reisetasche
Lotte in der Reisetasche

Ich habe natürlich nie wieder von dieser Schrulle gehört. Bei solchen Leuten handelt es sich meistens um völlig realitätsferne, mittellose Idioten, die auf keinen Fall ihre verkackte Finca auf Mallorca verlassen wollen oder gar nicht mehr können, und zu Hause den Kitt aus dem Rahmen fressen.

 

 

 

 

 

Test in der Dackeltasche
Test in der Dackeltasche

Das musste nicht zwingend auf dieses Paar zutreffen, war aber mit der höchst anzunehmenden Wahrscheinlichkeit so. Wieso? Weil es einige Deutsche gab, die sich auf Mallorca so über Wasser hielten. Sie nehmen Hunde aus den Heimen zur Pflege und bekommen für jeden Hund pro Tag einen Obolus. Die Hunde bekommen davon natürlich nichts und werden sehr oft schlecht gehalten und vernachlässigt.

 

 

 

 

Aufgrund meiner Eindrücke rief ich die Tierschutzorganisation an und bat dort, auf der Finca dieser beiden Deutschen einmal unangemeldet aufzutauchen und nach dem Rechten zu sehen.

Der Zufall, Dackeldiebe und Zausi

Dackelbaby ist so müde
Todmüde

Nach dem missglückten Versuch einen Hund aus einem Heim zu retten, stöberte ich tagelang weiter im Internet, erfolglos. Ich fand keinen Hund in den Heimen Mallorcas, der mein Herz eroberte.

Dann fing ich an, nach Dackelzüchtern in Deutschland zu suchen, bis mir eine Suchanzeige von entwendeten Dackelwelpen bei „Ebay“ auffiel. Einem Züchter vom Niederrhein wurden in der Nacht mehrere Dackelwelpen entwendet.

 

 

 

Schlafen im Flugzeug
Schlafen im Flugzeug

Ich rief ihn an und hörte mir die Geschichte an. Er züchtete Dackel auf einem Gutshof am Niederrhein in der Nähe von Vreden. Und das im großen Stil: Er besaß damals 50 Zuchttiere und ein Hundehotel. Es gab immer Welpen und diese lebten in mehreren Zwingern auf dem Gelände. Die Zwinger waren frei zugänglich.

 

 

 

 

 

Todesangst in der Wanne
Todesangst

Irgendwann in den letzten Wochen stahlen Unbekannte nachts mehrere Dackelwelpen. Die Zwinger waren frei zugänglich. Darauf postete der Geschädigte überall im Internet Suchanzeigen nach den Welpen. So hatte ich ihn ja auch gefunden.

Durch einen Hinweis bekam er 3 von 5 oder 6 entwendeten Tieren zurück. Sie waren in Ratingen, Nähe Düsseldorf, also 130 Kilometer entfernt, schwarz zum Verkauf angeboten worden, von Junkies. Zumindest so erzählte er die Geschichte. Ich keinen Grund zu zweifeln.

 

 

 

 

 

Ich schaute mir noch seine Internetseite an: www.leiking.de. Ich mache keine Werbung für ihn, er weiß noch nicht mal, dass ich hier über ihn schreibe.

Die Entscheidung, Dackelliebe und Lotte

Dackel, Esel und Esel
3 Esel

Als ich von Dackeln angefixt war (ich liebte Dackel schon vorher), rief ich einen Freund aus Mönchengladbach an. Er hatte Hundeerfahrung und war mir einen Gefallen schuldig. Ich bat ihn, einen kleinen Ausflug mit seinem Sportflugzeug zu machen. Er sollte den Züchter besuchen und kontrollieren, ob der sauber arbeitete. Wenn ja, sich vielleicht schon mal nach einem Dackelmädchen für mich umsehen.

Zwei Tage später bekam ich einen Anruf: „Wir haben einen Welpen für dich gefunden.“ Er schickte mir ein paar Fotos von dem 5 Wochen alten Dackelmädchen „Zausi von der Hirschweide“. Ich war sofort verliebt und die Ereignisse überschlugen sich.

 

 

Beifahrer Lotte
Sozius

Zwei Tage später saß ich im Flugzeug Richtung Düsseldorf, meiner alten Heimat. Ich konnte dort bei einer Freundin übernachten. Tags darauf fuhr ich zum Züchter.  Ihr werdet es kaum glauben: Als ich zu ihrem Gehege kam waren alle Welpen und Muttertier in einem Häusschen und machten Pause. Durch die Geräusche, die ich verursachte wurden die Kleinen wach. Die Erste, die aus dem Haus kam, war Zausi. Sie lief auf mich zu und knabberte mit ihren kleinen, bösen Milchzähnen an meinen Händen.