Auswahl Wohnmobil

Auswahl Wohnmobil

 

Dies ist wieder, wie die anderen Seiten, nur ein Ratgeber für unerfahrene Interessierte. Es geht hier in Auswahl Wohnmobil ausschließlich um die Art des Aufbaus. Über die Innenausstattung könnt Ihr Euch auf der Seite „Ratgeber Ausstattung“ informieren.

Ich werde mich bei meinen Schilderungen auf die normale Wohnmobilklasse beschränken, was bedeutet: bis 7,5 Tonnen auf zum Beispiel „Fiat Ducato“ Transporter. Der wohl verbreiteste Transporter bei Wohnmobilen ist zur Zeit tatsächlich der Fiat Ducato. Aber die anderen Transporter Hersteller sind auch vertreten.

Zunächst will ich auf das zulässige Gesamtgewicht eingehen: Ihr solltet Euch genau überlegen, ob Ihr über die Gewichtsklasse von 3,5 Tonnen hinausgehen wollt.

Der Vorteil: Meist mehr Platz, vielleicht auch etwas luxuriöser.

Und jetzt die Nachteile:

  • nach dem 6. Jahr jährliche TÜV-Prüfung, siehe hier. Glaubt mir, das kann teuer werden, denn oft meinen die Herren vom TÜV: Wer ein Wohnmobil besitzt, hat zuviel Geld übrig. Dann gehen wir mal an die Arbeit…  Und sie finden immer etwas.  Ich will niemandem hier zu nahe treten, aber das sind meine Erfahrungen.
  • Oft haben schwerere Wohnmobile, wenn sie nicht sowieso auf einem LKW-Unterbau gebaut sind, 3 Achsen. Wenn die Bremsen erneuert werden müssen oder die Reifen, sind es nicht 4 Reifen oder 4 Bremsen, sondern 6. Es wird alles teurer.

 

Fahrzeug Aufbau

Jetzt zur Frage, ob man „vollintegriert“, „teilintergriert“ oder „Alkoven“ wählt.

 

Vollintergriert

Herkömmliche Windschutzscheibe Fiat Ducato von teilintegriertem Wohnmobil, welche überall leicht erhältlich ist.
Winschutzscheibe

Hier nehmen die Wohnmobil Hersteller einen Transporter Unterbau, also ausschließlich das Chassis, mit Motor und Sitzen und bauen das Wohnmobil darauf auf. Das wirkt oft eleganter und „Vollintegrierte“ sind in der Regel teurer, als Andere.

Bei den Vollintegrieten wird oft eine Windschutzscheibe eingesetzt, die eine Sonderanfertigung ist. Wenn Euch diese Scheibe kaputt geht, seit Ihr oft bei € 2.500 für eine Ersatzscheibe. Und diese überhaupt zeitnah zu bekommen, ist ein weiteres Problem. Stellt Euch vor, die Windschutzscheibe splittert in Marokko und Ihr müsst 3 Wochen auf eine neue warten, wenn es überhaupt möglich ist.

 

Teilintegriert

Bei Teilintergrierten wird ein Transporterchassis mit Fahrerhaus verwendet. An das Fahrerhaus wird dann der Wohnbereich des Campers angebaut. Der große Vorteil ist wieder die Geschichte mit der Windschutzscheibe. Ich habe leider die Erfahrung mit meinem Niesmann & Bischoff machen müssen: Sondergröße mit Glasschaden musste gewechselt werden, sonst kein TÜV, sehr teuer.

 

Alkoven

Die Alkoven Wohnmobile sind eigentlich auch teilintergriert. Über dem Fahrerhaus befindet sich aber noch eine runder Aufbau, in welchem das Bett oder ein zusätzliches Bett über eine Leiter erreichbar ist. Man sollte nur bedenken: Wenn man nachts zur Toilette muss, einmal Leiter runter und dann wieder hoch.

 

Versicherung

Das passt jetzt nicht richtig in diese Rubrik, halte ich aber für ausgesprochen wichtig:

Versichert auf keinen Fall das Womo mit € 500,- Selbstbeteiligung in der Teilkasko. Zahlt lieber ein wenig mehr Prämie und wählt die € 150,- Selbstbeteiligung. Eine Windschutzscheibe kann sofort kaputt gehen. Steinschlag gibt es immer und überall. Ihr werdet Euch ärgern, wenn Ihr €500,- für einen Scheibenwechsel bei Carglass bezahlen müsst.

Das geht übrigens auch viel billiger: Bei Ebay werden zum Beispiel Fiat Ducato – Scheiben für ca. € 120,- verkauft, bei einem Großhändler aus Essen (einschließlich Transport). Das sind Orginalscheiben, also Qualitätsscheiben. Jetzt lasst Ihr die Scheibe von einem Profi für wesentlich weniger Geld einbauen oder macht es selbst. Im Internet findet man Anleitungen, Scheibenwechselwerkzeug und – Material gibt es bei Amazon.